Duisburg: Es gibt Hoffnung

Duisburg gegen Rechts

Duisburg gegen Rechts

In den vergangenen Wochen haben Duisburger erkannt, sowohl Mitglieder der Grünen, der Jusos oder Gewerkschaftsmitglieder, dass sie sich den Gegendemonstrationen am Hauptbahnhof anschließen sollten. Dies hat man verhältnismäßig still und leise umgesetzt ohne sich dabei öffentlichkeitswirksam auf die Schulter zu klopfen. Gleiches gilt noch weitaus mehr für das Duisburger Netzwerk gegen Rechts, Teile der Linken sowie Duisburg stellt sich quer. Auch deren Anhänger wurden über deren Seiten das ganze Jahr hindurch ohne Unterbrechung mobilisiert. Dass das zum Erfolg führt, zeigten die abnehmenden Teilnehmerzahlen der Rassisten bei ihren Demos übers Jahr.

Der braune Mob hat die zweite Luft bekommen und halbiert sich allerdings mittlerweile wieder von Demo zu Demo. Es kann bezweifelt werden, das Gegendemonstrationen, neben dem Effekt der Gegendarstellung, Neonazis davon abhalten können, aufzumarschieren. Es ist doch viel mehr so, dass die ihre eigenen Anhänger mobilisieren müssen und denen auf Dauer dann die Luft ausgeht. Wen erreicht man schon bei solchen Demos außer die, die zufällig in den frühen Abendstunden vor Ort sind? Tappt man in die Falle und berichtet im Vorfeld und Nachgang ausgiebig in den Medien, dann kann Pegida bei einem größeren Publikum im öffentlichen Diskurs stehen.

Was Duisburg mit Sicherheit nicht braucht, sind antideutsche Krawalltouristen aus anderen Städten. So vermerkte das Duisburger Netzwerk gegen Rechts zu dieser Truppe: „Verschiedene Antifa-Gruppen aus der Region wollen durch die Innenstadt ziehen – darunter allerdings auch sog. „Antideutsche“ aus Duisburg und Umgebung, die bereits in der Vergangenheit selbst wiederholt durch islamfeindliche Texte und Demonstrationen aufgefallen sind.“

Durch die kriminellen Übergriffe der antideutschen Krawalltouristen wird jedes Anwerben an die Duisburger Zivilgesellschaft, sich an Gegendemonstrationen am Hauptbahnhof zu beteiligen, sabotiert. Welcher Bürger kommt da noch hin, wo Randale ausgelebt wird? Wer Steine und Flaschen wirft gegen Menschen, der nimmt billigend in Kauf, das erheblichste Verletzungen die Folgen sind. Das Duisburger Netzwerk gegen Rechts sprach von friedlichen Sitzblockaden. Das, was zusammengetrommelte Chaoten gestern in Duisburg angerichtet haben, hat dem antifaschistischen Kampf mit friedlichen Mitteln massiv geschadet. Wer nicht zu unseren Gesetzen, unserer Rechtsordnung steht, der soll das auch sagen. Wir befürworten die Proteste gegen PEGIDA bei Einhaltung der Strafgesetze und distanzieren uns von Kriminellen, die den antifaschistischen Widerstand spalten und in Misskredit bringen.

Abschlussmeldung: Demonstrationsgeschehen am Duisburger Hauptbahnhof

Duisburg (ots) – Nachdem um viertel vor acht die erste Flasche in Richtung Pegida flog, setzten die Polizeikräfte vorsorglich die Schutzhelme auf. Als der Pegidaumzug sich gegen 20:00 Uhr in Bewegung setzte, versuchten etwa 100 Gegendemonstranten die Polizeisperre in Richtung Pegida zu durchbrechen. Die teilweise Vermummten rissen dabei einige Bauzäune um, gingen die Polizeipferde mit Absperrbaken an und bewarfen Polizisten mit Flaschen. Der Durchbruchsversuch misslang und die Angreifer wurden auf die Bahnhofsvorplatte zurückgedrängt. Dabei setzten die Beamten auch den Einsatzmehrzweckstock und Pfefferspray ein. Drei Störer konnten dabei festgenommen werden. Gegen sie sind Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet worden. Es gab keine Verletzten auf Seiten der Polizei. Während des Umzuges versuchten Kleingruppen mehrmals vergeblich an die Pegida-Teilnehmer zu gelangen. Dabei bewarfen sie im Bereich der Friedrich-Wilhelm-Straße die eingesetzten Polizisten mit Steinen. Bei der Abschlusskundgebung von Pegida versuchten teilweise vermummte Gegendemonstranten erneut erfolglos die Absperrlinie zwischen „Links“ und „Rechts“ zu durchbrechen. Um kurz vor neun beendete auch die Pegida ihre Veranstaltung und die Teilnehmer wanderten ab. Einen 16-Jährigen, der vermummt mit einer Fahnenstange auf einen Polizisten eingeschlagen hatte, übergaben die Beamten nach Personalienfeststellung und Anzeigenaufnahme den Eltern.
Einen 17 Jahre alten Mann identifizierten die Polizisten als Steinewerfer und nahmen ihn fest.

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