Duisburg: Es gibt Hoffnung

Duisburg gegen Rechts

Duisburg gegen Rechts

In den vergangenen Wochen haben Duisburger erkannt, sowohl Mitglieder der Grünen, der Jusos oder Gewerkschaftsmitglieder, dass sie sich den Gegendemonstrationen am Hauptbahnhof anschließen sollten. Dies hat man verhältnismäßig still und leise umgesetzt ohne sich dabei öffentlichkeitswirksam auf die Schulter zu klopfen. Gleiches gilt noch weitaus mehr für das Duisburger Netzwerk gegen Rechts, Teile der Linken sowie Duisburg stellt sich quer. Auch deren Anhänger wurden über deren Seiten das ganze Jahr hindurch ohne Unterbrechung mobilisiert. Dass das zum Erfolg führt, zeigten die abnehmenden Teilnehmerzahlen der Rassisten bei ihren Demos übers Jahr.

Der braune Mob hat die zweite Luft bekommen und halbiert sich allerdings mittlerweile wieder von Demo zu Demo. Es kann bezweifelt werden, das Gegendemonstrationen, neben dem Effekt der Gegendarstellung, Neonazis davon abhalten können, aufzumarschieren. Es ist doch viel mehr so, dass die ihre eigenen Anhänger mobilisieren müssen und denen auf Dauer dann die Luft ausgeht. Wen erreicht man schon bei solchen Demos außer die, die zufällig in den frühen Abendstunden vor Ort sind? Tappt man in die Falle und berichtet im Vorfeld und Nachgang ausgiebig in den Medien, dann kann Pegida bei einem größeren Publikum im öffentlichen Diskurs stehen.

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Duisburg: PEGIDA, nicht der Rede wert!

PEGIDA nicht der Rede wert

PEGIDA nicht der Rede wert

Wenn die Medien stets über PEGIDA berichten, dann erhalten Journalisten keine Morddrohungen, es werden Asylbewerberheime nicht angezündet, Menschen nicht angegriffen? Gewaltbereite, polizeibekannte Rechte marodieren jeden Montag dann nicht mehr in Duisburg? Das Gegenteil ist der Fall! Denn wenn man diesen Aufmerksamkeitstätern eine Plattform bietet, dann konditionieren wir sie zu weiteren Taten. Durch die breite Darstellung in den Medien bekommt erst der braune Spuk seine größere Reichweite. Gegendemonstrationen vor Ort – ja. Berichterstattung in den Medien – nein. Mit riesigen Protestmärschen demonstrierten die Nationalsozialisten ebenso wie die Kommunisten vor Jahrzehnten. Am 31. Juli 1932 entfielen bei den Reichstagswahlen über 37 Prozent aller Stimmen auf die NSDAP. Das Medienimperium Hugenberg galt als Steigbügelhalter der Nationalsozialisten und brachte mit steter Berichterstattung die Nazis in den Reichstag. Wenn gerade mal ein Promille der Duisburger sich montags bei PEGIDA versammeln, dann wird dadurch nicht „ das Volk“ repräsentiert. Es ist nicht der Rede wert, und das sollte man langsam wörtlich nehmen.

Duisburg: Dolchstoß durch Islamhasser?

Dolchstoß durch Islamhasser

Dolchstoß durch Islamhasser

DGR (Duisburg gegen Rechts) unterstützt explizit >> NICHT! << den Aufruf zur Demonstration am 07.12.2015 | 18.00 Uhr | Duisburg, am Friedrich Wilhelm Platz (Haltestelle Steinsche Gasse)

Veranstalter, die kritische Creme (Crème Critique), demonstrierte in diesem Jahr u.a. undifferenziert gegen die Umma, die Gemeinschaft aller Muslime. Zudem ist diese aktuelle Gegendemonstration nur eine nach Aufmerksamkeit heischende, überflüssige Selbstbeweihräucherung. Denn sie ist feige weit ab vom Hauptbahnhof Duisburg, dem Ort des steten Aufmarschs der Pegida, angelegt, sogar weit ab von deren Umzug.

Diese Gegendemonstration zielt ersichtlich darauf, Antifaschisten am Hauptbahnhof abzuziehen, die Face 2 Face jede Woche sich gegen den braunen Mob vor Ort aufstellen und ist mithin absolut kontraproduktiv.

Stattdessen rufen wir dazu auf, sich montags solidarisch als Antifaschisten am Hauptbahnhof Duisburg gegen die rechten Aufmärsche zu stellen, oder, falls nur eitle Selbstbefriedigung angestrebt wird, in der warmen Stube zu bleiben und sich dort einen runterzuholen.

Wichser mit Ambitionen, die antifaschistischen Gegendemonstrationen zu spalten, braucht Duisburg genau so wenig wie die kackbraune Pegida am Duisburger Hauptbahnhof.