Querfront – Nein danke!

Querfront - Nein danke!

Querfront – Nein danke!

Als die so genannte Initiative gegen Duisburger Zustände gegen Pegida demonstrierte, protestierte sie auch gegen die Umma, die religiös fundierte Gemeinschaft aller Muslime. Dazu wurde das Duisburger Netzwerk gegen Rechts verleumdet, indem man ein Dittmer Zitat über den Holocaust dem Netzwerk als dessen eigene Aussage unterjubelte. Im Kommentar hierzu der Ausgabe der Aktuell  wird klar erklärt, das eine Holocaustrelativierung nicht vom Duisburger Netzwerk gegen Rechts stammt. Die Initiative gegen Duisburger Zustände stellte den Sachverhalt dennoch nicht richtig. Felix Christians von ruhrbarone schreibt zur Initiative gegen Duisburger Zustände: „Gegen die Umma zu sein bedeutet natürlich nicht gegen Muslime zu sein, sondern gegen das Konzept einer muslimischen Einheitsnation à la Kalifat.“

Hintergrund

Unter Umma versteht man im Wesentlichen die „muslimische Weltglaubensgemeinschaft“, die Glaubensgemeinschaft der Muslime als Ganzes. Das religiöse Konzept der Weltreligion Islam findet sich dabei in der Gemeinschaft aller Muslime. Natürlich gibt es Menschen, die die Religion Islam als Ideologie sehen und eine Islamisierung fürchten bis hin zur gesellschaftlichen Umgestaltung in ein Kalifat. Pegida zum Beispiel geht auf die Straße, weil sie diese angebliche „Islamisierung“ unserer Gesellschaft verhindern möchte. Islamophobie sieht man auch bei Geert Wilders, der den Koran sogar mit Hitlers „Mein Kampf“ vergleicht und ihn verboten sehen möchte. Auch Wilders nimmt den Islam als Ideologie wahr und nicht als Religion. Die undifferenzierte Gleichsetzung des Islams zum Islamismus findet sich nicht nur bei PI News, sondern scheinbar auch bei der Initiative gegen Duisburger Zustände und einem Felix Christians der Ruhrbarone, wobei die Gemeinschaft aller Muslime nicht religiös gesehen sondern darin ein Konzept zur Errichtung eines Kalifats behauptet wird.


Wertung

Duisburg gegen Rechts bekämpft Islamfeindlichkeit der Pegida, aber auch subtilere Formen, die u.a. von der Initiative gegen Duisburger Zustände propagiert und von den Ruhrbaronen gerechtfertigt wird. Der Aufschrei, wenn gegen die Gemeinschaft aller Juden, das Judentum, ähnlich Stimmung gemacht würde, kann man sich vorstellen. Die Gemeinschaft aller Muslime in der Umma unter Generalverdacht zu setzen, ein Konzept zur Errichtung eines Kalifats zu verkörpern, beinhaltet Ressentiments von ganz Rechtsaußen. Wer diese Ressentiments verbreitet, unterscheidet sich nicht von den Islamhassern, er verpackt lediglich seine Hetze allenfalls raffinierter.

2 Gedanken zu „Querfront – Nein danke!

  1. Querfront in der Praxis

    Hakenkreuz Dirk Schales aus Duisburg veröffentlicht mutmaßlich zwei Kommentare zum Artikel der Ruhrbarone, den wir hinsichtlich der islamfeindlichen Haltung der „Initiative gegen Duisburger Zustände“ kritisierten

    Dirk-Duisburg

    18. April 2015 um 19:07

    Zu Kommentar #1: Dieses sogenannte “Duisburg gegen rechts” ist nicht mehr als eine Freizeitbeschäftigung eines Dauerposters auf Facebook mit auffällig vielen Fakeprofilen, die sich dort die Bälle zuspielen. Offenbar das Machwerk einer Person, die nirgends mitspielen darf und dann bewusst, wie hier im Falle der wirklich gut und sinnvoll agierenden “Initiative gegen Duisburger Zustände” Zitate derart verdreht, bzw. verfälscht, dass am Ende tatsächlich mitunter bei Menschen, die nicht weiter nachdenken mögen, Eindrücke entstehen und sich verfestigen, die der Wahrheit in den meisten Fällen nicht entsprechen. Das dieses “Duisburg gegen rechts” auf seiner Facebookseite nun den Autor dieses obigen guten Artikels auf die dort bekannt unnachahmliche “kritisiert” darf vermuten lassen, dass dieses “Duisburg gegen rechts” nun die RUHRBARONE öfters beobachten und kommentzieren wird. Was aber letztlich auch nur Ausdruck der intellektuellen Überlegenheit der RUHRBARONE auf dem journalistischen Gebiet im entschiedenen Auftreten gegen rechtes Gedankengut gegenüber unbedeutender Hobbyblogs auf Facebook ist.

    Dirk-Duisburg

    18. April 2015 um 19:30

    Vielleicht noch diesen kleinen, wenn auch interessant-amüsanten, Hinweis. Wenn mann wissen will, aus welchen Ländern so manche Facebookgruppe frequentiert wird, lohnt dieser Link zu Stern TV: http://www.sterntv-experimente.de/FacebookLikeCheck/

    Dort hat man die Möglichkeit alle Facebookgruppen zu betrachten und zu erfahren aus welchen Ländern dort “geliket” wurde. . “Duisburg gegen rechts” frequentieren dort mit weitem Abstand ( 43,6%) User aus sogenannten “Weiteren Staaten” ausser Deutschland diese Seite. Ebenfalls viele aus USA, Thailand oder gar Brasilien. Dort, weit weg von Duisburg, scheint man besonders interessiert zu sein. Gut im Rennen liegt auch Thailand. Zugegeben ist auch Deutschland mit über 30% vertreten. Das aber gut 2/3 aller User, die die Seite “Duisburg gegen rechts” liken, zum großen Teil aus weit entfernten Ländern entstammen, mag den oder die Seiteninhaber sicher erfreuen. Denn so eine weltweite Resonanz auf eine eigentlich kleine, da kommunal begrenzte, Facebookseite ist schon beachtlich. „wink“-Emoticon

    Kurzer Hinweis: Facebookgruppen können beworben werden. Einige Euros per Kreditkarte investiert, ein paar gängige Schlüsselwörter gesetzt, viele zu bewerbende Länder angegeben, erhöht den Zulauf einer Facebookgruppe sehr. Sollten allerdings Tausende User eine Seite liken, aber immer nur eine Handvoll von denen schliesslich dort interagieren, darf die Frage schon berechtigt sein, ob es hier ernsthaft zugeht.

    Interessant ist nun, das Beiträge, die die BI Duisburg gegen Rechts in ein schlechtes Licht stellen sollen, von den Ruhrbaronen freigeschaltet werden. Unsere Replik dagegen wurde nicht veröffentlicht.

    Das rechte Gedankengut des Dirk Schales aus Duisburg. Lassen wir ihn doch selbst zu Worte kommen:

    http://www.duisburg-gegen-rechts.de/wp-content/uploads/2014/11/dirkschales.pdf

    Die Vorgehensweise im Kommentarbereich der Ruhrbarone ist kritisch zu sehen. Offene Hetze aus der rechten Ecke hat dort scheinbar einen Platz gefunden. Auf die sonst blütenweiße Weste ist nun ein kackbrauner Fleck gekommen.

  2. Ein Nachruf

    Die Ruhrbarone haben in ihrem Impressum folgenden Passus: „Jeder von uns ist für seine eigenen Texte verantwortlich. Wir haben unsere eigene Meinung – jeder sogar eine ganz für sich alleine.“

    Auch bei der >>BI Duisburg gegen Rechts<< lebt die Meinungsvielfalt. So ist die Sprecherin von Duisburg gegen Rechts, die Journalistin Petra Grünendahl weiterhin mit Stefan Laurin, der verantwortlich für die Ruhrbarone ist, auf Facebook befreundet und schluckt die Kröte, dass unsere Replik auf Kommentare von Rechten im Bereich der Ruhrbarone nicht veröffentlicht wurde. Die Leidensfähigkeit von Petra Grünendahl und einiger unserer BI Mitglieder ist höher entwickelt als bei mir, das muss ich leider einräumen. Daher kann ich nicht ausschließen, dass Beiträge der Ruhrbarone hier weiter geteilt werden.

    Antifa heißt Angriff, zumindest in einer Situation, wo man selbst angegriffen wird von Rechts. Das ist meine Überzeugung. Einen Dialog mit Laurin und seinen Blog suche ich nicht. Laurin ist tot, für mich gestorben. So möge man das hier als seinen Nachruf auffassen. Zurück bleibt der Geruch süßlicher Verwesung eines Journalismus der Ruhrbarone, der Hetze veröffentlicht, die Gegenrede hierzu unterdrückt.

    BI Duisburg gegen Rechts
    Jürgen Rohn (Sprecher)

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