Flüchtlingshilfe in Duisburg – PM der BI Duisburg gegen Rechts

Stadtdirektor Reinhold Spaniel

Stadtdirektor Reinhold Spaniel

[DgR] Die BI Duisburg gegen Rechts hat durch Herstellung von Öffentlichkeit und scharfer Kritik an der Massenunterbringung von Flüchtlingen in Duisburg erreicht, dass dieses Problem im medialen Diskurs steht und man sich nun um Trennwände bemüht, damit Asylbewerber in Duisburger Turnhallen wenigstens etwas Privatsphäre genießen. In dieser Zeit hat der Flüchtlingsrat den Status quo der Unterbringung noch zementieren wollen, indem er mit Kaffee und Kuchen dafür bei den Nachbarn Werbung machte.

Wir teilen nicht die Auffassung von Herrn Noroschat vom Flüchtlingsrat, dass die Stadtverwaltung mit Stadtdirektor Reinhold Spaniel offensichtlich ein Interesse hätte, das bürgerschaftliche Engagement für Flüchtlinge niedrig zu halten, um durch eine krisenhafte Lage mit dem Hinweis darauf Geld vom Land und vom Bund zu erhalten. Eher haben wir den Eindruck, dass der Flüchtlingsrat Duisburg glaubt, ein Monopol in der Flüchtlingsarbeit zu besitzen. Einen solchen Alleinvertretungsanspruch selbsternannter Lobbyisten gibt es nirgendwo, auch nicht in Duisburg.

Als möglicher Partner in der Flüchtlingsarbeit hat sich der Flüchtlingsrat durch seine öffentlichen und pauschalen Angriffe auf die Stadtverwaltung disqualifiziert. Im Duisburger Arbeitskreis Flüchtlinge, in dem alle in der Flüchtlingsarbeit beteiligten städtischen Ämter und Verbände der Wohlfahrtspflege zusammenarbeiten, sitzen das Amt für Soziales und Wohnen, Ausländerbehörde, RAA, Wohlfahrtsverbände, Jüdische Gemeinde und auch der Flüchtlingsrat. Flüchtlingshilfe in Duisburg kann nur gesamtgesellschaftlich zu stemmen sein und nicht allein durch eine Initiative, die sich selbst das Mandat gab. Der Runde Tisch „Willkommen in Meiderich“ zeigt zum Beispiel bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge und hat mit der Stadtverwaltung keinerlei Probleme.

Die BI Duisburg gegen Rechts sieht für sich derzeit keinen Handlungsbedarf, das leidige Thema weiter zu verfolgen. Uns lag einzig und alleine am Herzen, die Unterbringung zu verbessern. Soweit der Kongress weiterhin tanzt bei Kaffee und Kuchen im Spiegelsaal der Eitelkeiten überlassen wir das dem Flüchtlingsrat Duisburg.

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